YAMAHA   XJR   1200
*
auf der Rennstrecke
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Was macht eine XJR auf der Rennstrecke ? Rennen fahren
natürlich ! Was altgediente Weltmeister und Profirennfahrer
können kann ich auch - wenn auch nicht so gut. :-)
Also zum Renntraining von SPEER angemeldet und
gasgegeben.

Weltmeister auf einer XJR ? Wie das ?? 

Das besondere Spektakel hatte sich der
damalige Yamaha-Superbike-Teamchef
Christian Sarron für den Vorabend des
französischen  Grand Prix  in Le Mans
1995 ausgedacht:

Zwölf ehemalige Renngrößen die insgesamt gut
50 WM Titel errungen haben, fuhren ein
Vier-Stunden-Rennen auf Yamaha XJR 1200
- technisch identisch mit den französischen
XJR - Cup - Maschinen. Die Big-Bikes wurden
in den typischen Farben der alten Champs
lackiert. Das legendäre gelbschwarze Kenny
Roberts - Muster oder leuchtendes Blau an
Christian Sarrons Maschine - die Fans hatten
keine Mühe ihre Idole zuerkennen. Die weiteren
Teilnehmer: Giacomo Agostini, EddieLawson,
Dominique Sarron, Randy Mamola, Phil Read,
Franco Uncini, Jean-Francois Baldé, Carlos
Lavado, Angel Nieto und Philippe Coulon.
Sieger und Plazierte interessierten bei dieser
"nostalgischen" Show niemanden - die Stars
fuhren eh geschlossen in einer Gruppe über die
Ziellinie.
 

 


 

 



 
Renntraining - wenn ich gewußt hätte
was mich auf der GP Strecke des
Nürburgringes im Frühjahr 1997
erwartet, vielleicht wäre ich nicht
hin gefahren.
Ich kam mir vor wie bei einem Lauf
zu Superbike DM.
Ducati 916, Kawasaki ZX 6 + 9 R,
Honda CBR + RC 45, Yamaha
YZF, Suzuki TL + GSX-R
Bimotas usw. usw.
Und alle - zumindest 90 % - im
reinrassigen Renntrimm.
Die Krönung waren ehemalige
250er und 500er GP Maschinen.
Sogar eine Honda NSR 500 V2
war dabei. Wert ca. 200.000 DM.

Und ich mit der Dicken mittendrin.

Und dabei wollte ich doch nur das
WP Fahrwerk von Benny Wilbers
ausprobieren und einstellen . . . . .
 





Nach 30 Minuten wollte ich definitiv
nach Hause. Man soll ja zu seinen
Fehlern stehen - und nicht anderen im Weg !
Aber kneifen gildet nicht. Weiter im Text.
Nicht auf der Ideallinie rumschleichen -
verdammt, warum sind die Spiegel nur
so klein. Stand da nicht ein einsamer
Transporter im Fahrerlager ?? Ob der
mir seine Spiegel leiht ???
Nach ´ner  Stunde ging es besser;
das Fahrwerk und der Luftdruck sind 
der Strecke angepasst und die
Bremspunkte gesetzt.
Und die ersten die ICH überholt habe !!!
Dann wurde ich an der Boxenausfahrt
gestoppt. Motor aus - Helm ab.
"Alles klar ?" Ich nickte : " Mittlerweile
schon ! Ich suche nur noch größere
Spiegel damit ich den anderen nicht
vor der Kurve im Weg stehe." :-)))

"Wieso ? Klappt doch ganz gut - 
auch wenn das nicht das reinrassige
Renngerät ist. Schraub die Spiegel ab,
dann verteilst du kein Glas solltest du
fallen - und fahr DEINEN Strich !!"
 





Aha - meinen Strich fahren ?!?!
Johhhh - wenn er meint. Also noch
ein paar Runden und dann die
Spiegel runter. Ahhhh - sieht direkt
viel rennmäßiger aus. Und spart
Gewicht. :-)
Weiter gehts. Runde um Runde frißt
die XJR. Die Reifen arbeiten gut.
Vorne nicht ganz optimal, aber ist
ok. Es rutscht nichts ( noch ) und
ich habe alles unter Kontrolle.
Die zwei bunten 250er sind lustig !
Auf der Geraden schnupf ich sie
auf - und da wo ich vor der Kurve bremse geben die noch Vollgas. An
der Ziellinie würden Zentimeter
über den Sieg entscheiden !
 

 


 

Nach gut zwei  Stunden macht die Sache
richtig Spass. Die Verzweiflung der
Joughurtbecher-Treiber ist immer öfter zu
spüren. Bremsen echt gut die FERODO
Beläge. Nur die aufzuwendende Handkraft
ist recht hoch. Wenn die Racer allerdings
vor der Kurve innen sind - tja ... Pech
gehabt. Die haben halt mehr Schräglagen-
freiheit. Dafür machen der DEVIL Dämpfer
und die Rasten schöne Kratzer auf den
Asphalt in der DUNLOP Kehre.
Und vor Start und Ziel.

Da wischt doch die BIMOTA schon wieder
vobei. HOPPLA ---- na das war ein fast
Highsider. *puhhh*  Ach - und schwarze
Graffitti macht sich auch nicht schlecht auf
der Bahn.
Glück gehabt der Junge !


Der Hammer ist die NSR 500. Laut
ohne Ende. Zum Glück. So hört man
den DM Fahrer wenigstens kommen.
Ebenso die V4 - HARRIS - YAMAHA.
Als die das erste Mal durch die "40 cm Lücke" zwischen mir und den Curbs
geknallt sind, hab ich glatt gedacht ich
parke rückwärts ein !
Aber man gewöhnt sich an alles !!! :-)))

Zwischendurch dann doch immer wieder
neugierige Fragen der Renn -Kollegen
und Zuschauer im Fahrerlager zu meiner
schwarzen XJR :
Leistung ?  Bremsen ?  Gewicht ?
XJR Cup -  Mopped ?
Und Anerkennendes Kopfnicken. Sooo
schlecht bin ich dann also doch nicht !

Und am Ende Applaus von einigen
Leuten für den UNDERDOG.

Vermutlich war ich da einige Zentimeter
größer.

 





Ökonomisches Prinzip :

der Reifen wird gleichmäßig
abgefahren.  Die Mitte beim Touren
auf der Landstraße - die Ränder
auf der Rennstrecke !
____
Schönes Laufbild - mit Gummikugeln 



Bei YAMAHA gibt es die
Rennbremsscheiben auf
Wunsch in Fahrzeugfarbe :-)
 
Ein derart exaktes
Abschrägen der Kante
kostet beim Metallbauer
richtig Geld. Auf der
Rennstrecke ist die
Bearbeitung kostenlos

 
 
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